
Was nützt es, Karriere zu machen und sich dabei selbst zu verlieren? Wenn die Arbeit keinen Spaß macht, keine Befriedigung bringt, dann kann Sie auch viel Geld nicht für die verlorene Lebenszeit entschädigen. Man lebt nur einmal...
Beruflicher Erfolg hängt von vielen Einflussgrößen ab. Leistung und Persönlichkeit sind oft genug nicht die wichtigsten Faktoren. Wer sich grämt und sich als Loser fühlt, weil er es nicht bis ganz nach oben geschafft hat, der hatte vermutlich nie genug Arsch in der Hose, ein Winner zu sein. Ob Sie ein Winner sind, hängt von den Kriterien ab. Setzen Sie diese Maßstäbe selbst.
Der Schöpfer der "Rational-emotiven Therapie", Albert Ellis, griff einen Lehrsatz des Philosophen Epiktet auf, um emotionale Fehlhaltungen zu erklären: "Nicht die Dinge selbst, sondern die Meinungen von den Dingen beunruhigen den Menschen."
Aus diesem Satz formte Ellis sein ABC-Prinzip. A steht für "activating events", B für "belief systems" und C für "consequences". Nach dieser Theorie wird die emotionale Reaktion nicht durch die Ereignisse selbst, sondern durch deren Bewertung bestimmt.
Wer beispielsweise meint, der Chef müsse ihn nach Erledigung einer Aufgabe stets überschwänglich loben, der wird sich als Loser fühlen, wenn das Lob ausbleibt.
Diesem Glaubenssystem liegt u. a. die Annahme zugrunde, der Chef sei nur zufrieden, wenn er auf eine Leistung euphorisch reagiere. Wenn diese Annahme falsch ist (das ist sie meistens), dann ist das Glaubenssystem irrational. Es demotiviert, verunsichert, führt in die Irre und produziert oft genau das, was es vermeiden will: den Loser.
Mit zunehmender Erfahrung wird man sich bewusst, dass man allen Problemen mit einem ruhigen Geist, mit Stärke und Beharrlichkeit begegnen kann.
Wenn wir Dinge nicht verändern können, akzeptieren wir dies ruhigen Mutiges, weil wir eingesehen haben, dass Ärger und Frustation nicht weiterhelfen.
Wir erkennen, dass unser Leben zu wertvoll und wunderbar ist, als dass wir unsere Zeit mit Gram über Kleinigkeiten verschwenden dürften.
Verändern wir von nun an alles, was sich ohne Ärger, Frustration und verzehrenden Stress verändern lässt.
Wir werden uns immer weniger um die Zukunft sorgen, da die meisten Befürchtungen ohnehin grundlos sind.
Und so lassen wir unsere Sorgen fahren, genießen den Tag - und Ärger, Frustrationen und Minderwertigkeitsgefühle verschwinden aus unserem Leben.
Meine Beratung zur beruflichen Entwicklung enthält folgende Elemente:
Der amerikanische Psychologe John L. Holland entwickelte ein System von sechs Persönlichkeitstypen, denen er sechs Arbeitsumgebungen zuordnete.

Diese Persönlichkeitstypen zeichnen sich durch folgende Merkmale aus:
Diese Persönlichkeitstypen (es gibt auch Mischformen, fühlen sich natürlich in den ihnen entsprechenden Arbeitsumgebungen am wohlsten. Beispiele:
Holland meint, dass Leute desselben Persönlichkeitstyps gern zusammenarbeiten und die größte Leistung erbringen, wenn sie in einer passenden Umgebung arbeiten. Daher sei es am klügsten (wer hätte das gedacht) sich entsprechende Kollegen und Arbeitsfelder auszusuchen.
In seinen Glanzzeiten war er, Sohn einfacher italienischer Einwanderer, bekannter und womöglich auch respektierter als der Präsident der Vereinigten Staaten: Alphonse Capone, genannt Al. Geboren 1899 in New York, zeigte er schon früh, wes Geistes Kind er war. In der sechsten Klasse verprügelte er eine Lehrerin und verließ die Schule, weil ihn der Schulleiter wegen dieses Vorfalls getadelt hatte.
Ein Leben mit schlecht bezahlten Jobs vor Augen, suchte er den Kontakt zur Mafia. Sein Förderer wurde der Gangster Johnny Torrio. Nachdem Capone 1918 einen Mann im Streit getötet hatte, folgte er Torrio nach Chicago. Dort arbeitete er zunächst als Rausschmeißer in Torrios Club, wo er sich den Ruf eines üblen Knochenbrechers erwarb.
Seine große Stunde kam, als Torrio mit dem Boss des Organisierten Verbrechens in Chicago, "Big Jim" Colosimo aneinandergeriet. Torrio wollte während der Prohibition Untergrund-Kneipen eröffnen, aber "Big Jim" sagte nororisch nein. 1920 hatte Torrio die Querelen satt und gab Al Capone den Auftrag, Colosimo zu erledigen. Al fackelte nicht lange.
Torrio wurde der neue Pate von Chicago und Capone sein Manager in Alkoholfragen. Nach einem Anschlag auf sein Leben, bei dem er schwer verletzt wurde, zog sich Torrio aus dem Brennpunkt des kriminellen Geschehens zurück und überließ Capone die Führung.
Während seiner Amtszeit beherrschte Capone mit seinem Mob die Straßen Chicagos. Auf seiner Gehaltsliste hatte er Abgeordnete, Bürgermeister, Gouvernöre und die halbe Chicagoer Polizei.
Sein Stern sank, als seine Gang bei dem Versuch, einen Konkurrenten umzulegen, ein Massaker anrichtete, bei dem sieben Menschen getötet wurden, nur nicht das eigentliche Ziel. Dieses Blutbad änderte die öffentliche Meinung zum Organisierten Verbrechen. Es fügte sich glücklich, dass die Finanzbehörde Capone seit geraumer Zeit von einem Vertrauensmann bespitzeln ließ, der Capones Hundewettgeschäfte betreute. Dieser verriet dem Finanzamt, wo sie Capones geheime Aufzeichnungen finden konnte. Das Ergebnis: 11 Jahre Knast und insgesamt ca. $ 280.000 Geldstrafe bzw. Gerichtsgebühren sowie Steuernachzahlungen.
Sein Ende war kläglich. Nach sieben Jahren wurde er 1939 in schlechtem Gesundheitszustand entlassen. Er war völlig verarmt und isoliert, ließ es sich aber nicht nehmen, vor seinem Tod 1947 den Spitzel zu töten, der ihn ans Finanzamt verraten hatte.
Sie schelten einander Egoisten;
Will jeder doch nur sein Leben fristen.
Wenn der und der ein Egoist,
So denke, dass du es selber bist.
Du willst nach deiner Art bestehn,
Musst selbst auf deinen Nutzen sehn!
Dann werdet ihr das Geheimnis besitzen,
Euch sämtlich untereinander zu nützen;
Doch den lasst nicht zu euch herein,
der andern schadet, um etwas zu sein.
Andern schaden, um etwas zu sein, ist leider zu einer weitverbreiteten Untugend in unserem Wirtschaftsleben geworden. Wer so handelt, genießt nicht nur die heimliche Bewunderung vieler Kollegen, die nicht direkt betroffen sind. Schlimmer: Viele Bosse meinen, die Bereitschaft, anderen zu schaden, um etwas zu sein, sei ein wichtiges Indiz für Führungsstärke und Unternehmersinn.
Goethe unterschied messerscharf zwischen dem Eigennutz, der letztlich allen nutzt, und gewissenloser Skrupellosigkeit. Wenn dieser Unterschied verloren geht, dann steht es schlecht um unser Wirtschaftsleben.
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