
von Dipl.-Psych. Dr. Hans Ulrich Gresch
Colin A. Ross: Bluebird (2000). Deliberate Creation of Multiple Personality By Psychiatrists. Richardson, Tx.: Manitou Communications
Harvey L. Schwartz (2000). Forgotten Voices. Relational Perspectices on Child Abuse Trauma and Treatment of Dissociative Disorders. New York: Basic Books
Menschen mit einer Multiplen Persönlichkeitsstörung verhalten sich so, als ob mehrere Persönlichkeiten unter ihrer Schädeldecke hausten.
Der Wechsel zwischen den Persönlichkeiten erfolgt in der Regel plötzlich, sprunghaft und wird daher in der englischsprachigen Fachliteratur als "switch" bezeichnet.
Bei einer voll ausgeprägten Multiplen Persönlichkeitsstörung sind die Alters füreinander amnestisch, d. h. Sie sind sich der Tatsache nicht bewusst, dass sie Elemente eines multiplen Persönlichkeitssystems sind. Jede dieser Alternativ-Persönlichkeiten (Alters) macht sich und ihren Mitmenschen Glauben, sie sei die einzige.
Jeweils eine dieser Persönlichkeiten, die Front-Persönlichkeit übernimmt die Kontrolle über den Körper, genauer, sie fühlt sich als Besitzer des Körpers - es ist aber möglich, dass andere Persönlichkeiten die Front-Persönlichkeit aus dem Unbewussten steuern, was der Front-Persönlichkeit aber nicht bewusst wird. Sie hält die Impulse aus dem Unbewussten vielmehr für ihren eigenen Willen.
Charakteristisch für die Multiple Persönlichkeitsstörungen sind Amnesien. Die jeweilige Frontpersönlichkeit kennt die anderen Persönlichkeiten nicht und weiß auch nichts von deren Taten. Außerdem kann sie sich auch nicht erinnern, wie die Multiple Persönlichkeitsstörung entstanden ist.
Im einem fortschreitenden Heilungsprozess ist es allerdings möglich, dass mehrere Alters ko-bewusst werden, also voneinander wissen und miteinander kommunizieren können. Dies bedeutet, dass sie sich auch - zumindest teilweise - die Natur ihrer Störung erkannt haben. In diesen Fällen beginnen die Betroffenen häufig auch, sich an die Ursachen ihrer Störung zu erinnern.
Bevor der Heilungsprozess einsetzt, erinnern sich die Betroffenen mitunter bruchstückhaft und blitzartig an die Ursachen der Störung. Diese Erinnerungsfetzen sind jedoch höchstgradig verwirrend, quälend, unzusammenhängend und muten wahnhaft an. Sie werden meist schnell wieder verdrängt, auf keinen Fall aber gedanklich durchdrungen.
Im Gegensatz zu den meisten psychischen Störungen sind die Ursachen der Multiplen Persönlichkeitsstörung heute vollständig geklärt. Dies ist auch nicht weiter erstaunlich, weil diese Störung absichtlich und planvoll hervorgerufen wird. Sie ist also keinesfalls eine spontane Reaktion auf überwältigende traumatische Erfahrungen, wie die meisten psychiatrischen Lehrbücher immer noch behaupten, sofern sie die Existenz der Multiplen Persönlichkeit nicht generell in Frage stellen.
Persönlichkeiten entstehen niemals spontan - multiple Persönlichkeiten natürlich auch nicht. Eine Persönlichkeit entwickelt sich durch die Interaktion mit bedeutsamen anderen Menschen - und hier natürlich insbesondere mit der Mutter. Aber auch der Vater, andere Familienmitglieder, Erzieher, Lehrer, Priester, Klassenkameraden, Freunde und Bekannte tragen zur Persönlichkeitsbildung bei.
Bei Multiplen Persönlichkeiten wird der Erziehungsprozess so gestaltet, dass von Anfang an nicht nur eine, sondern mehrere Persönlichkeiten entstehen. Die Erziehung, die zu diesem Resultat führt, ist eine brutale Dressur, die bereits in frühester Kindheit, mitunter schon im Mutterleib beginnt.
Die Täter erzeugen durch Folter, Drogen, Hypnose, Sensorische Deprivation, soziale Isolierung, Elektroschock, demütigende Erziehungsmethoden und ausgefeilte Methoden der Verhaltensmodifikation eine größere Zahl von Alters, denen sie bestimmte Aufgaben, entsprechende Identitäten und Schlüsselreize zuordnen, mit denen sie die Alters aktivieren und kontrollieren können.
Voraussetzungen für das Gelingen dieses Prozesses sind
Die Therapie dieser Störung ist überaus schwierig. Ein Grund dafür besteht darin, dass diese Störung nach einem perfiden, wissenschaftlich fundierten und von klugen Köpfen der Psycho-Zunft entwickelten Plan absichtlich erzeugt wurde. Die Täter bauen in die Seelen ihrer Opfer effektive Schutzmechanismen ein, um die Entdeckung und Heilung der Störung und erst recht die Entlarvung der Täter zu verhindern.
Ein zweiter Grund ist darin zu sehen, dass eine Reihe wohlmeinender Experten und anderer interessierter Kreise in einem beispiellosen Propaganda-Feldzug Zweifel an der Diagnose und der Ehrbarkeit einschlägig tätiger Therapeuten gesät haben. Es wird behauptet, die Therapeuten hätten ihren Patienten aus Geldgier und anderen niedrigen Motiven falsche Erinnerungen an angeblichen Missbrauch und satanische Rituale nur suggeriert.
Der dritte Grund ist vermutlich der schlimmste von allen. Feministische Therapeutinnen und andere Ideologen haben diese Störung dankbar aufgegriffen, weil diese so wunderbar in ihr männerfeindliches Weltbild passte. Diese Ideologen suchten und fanden Menschen, meist Frauen mit einer Neigung, ihre innere Zerrissenheit gemäß den wandelnden Moden der Psycho-Zunft zu inszenieren. Diese Menschen konnten die ideologisch motivierten Helferinnen und Helfer - bewusst oder unbewusst - so formen, dass sie sich schließlich aus schauerlich missbrauchte Opfer ominöser satanistischer Kulte fühlten.
Die Therapie muss also zunächst feststellen, ob es sich um eine echte Multiple Persönlichkeitsstörung handelt oder um eine modische Selbstinszenierung unter freundlicher Anleitung der modebewussten Psycho-Zunft. Bei einer echten Multiplen Persönlichkeitsstörung hat eine Behandlung nur dann Aussicht auf Erfolg, wenn das Opfer von den Tätern, warum auch immer, fallen gelassen wurde. Falls das Interesse der Täter weiterbesteht, ist das Problem mit therapeutischen Mitteln nicht zu lösen.
Ebenso wenig wie bei anderen psychischen Störungen gibt es bei der Multiplen Persönlichkeitsstörung die einzig wahre Methode. Wie bei anderen Psychotherapien auch ist das methodische Vorgehen mit dem Betroffenen oder in diesem Falle natürlich mit den Betroffenen auszuhandeln. Denn die Heilung einer psychischen Störung ist immer eine Selbstheilung.
Die Ziele der Therapie ergeben sich allerdings aus der Natur der Sache:
Hans Ulrich Gresch: Unsichtbare Ketten. Sachbuch
Sebastian Seferlyn: Das Janus-System. Roman
Christinae F. Solwega: UFO-Entführung mit Gehirnwäsche. Roman
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